T. Krishnamacharya

T. Krishnamacharya wurde im Jahr 1888 in Südindien geboren. Er war ein direkter Nachfahre von Nathamuni, einem bedeutenden Yogi des neunten Jahrhunderts. Sein Wissen umfasste neben Yoga auch weitere klassische Philosophien, Musik und die indische Heilkunst Āyurveda.

Bereits als Kind begann Krishnamacharya Yoga von seinem Vater zu lernen. Im Alter von 28 Jahren zog er in den Himālaya, um sein Wissen dort bei Ramamohan Brahmachari, einem der letzten lebenden Meister zu vertiefen. Er blieb sieben Jahre lang bei seinem Meister. Am Ende seiner Lehrzeit gab er ihm das Versprechen Yoga zu verbreiten und öffentlich zu lehren. Dies tat er bis zu seinem Tod im Alter von 101 Jahren.

In Krishnamacharyas Yoga verbinden sich die Lehren seines Vorfahren Nathamuni aus dem Süden Indiens und von Ramamohan Brahmachari aus den Bergen des Himālaya. Krishnamacharya war einer der ersten Lehrer der das früher geheim gehaltene Wissen des Yoga, ohne Vorbehalte jedem Menschen zugänglich machte. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Gelehrten Indiens.


Krishnamacharyas Erbe
Krishnamacharya war der Lehrer von vielen, heute weltbekannten Yogameistern, z. B.:

  • T.K.V. Desikachar (1938 – 2016), der Sohn und engste Schüler Krishnamacharyas. Er gründete eine Schule in Chennai, um die gesamte Lehre seines Vaters zu erhalten und weiterzugeben.

  • B.K.S. Iyengar (1918 – 2014), er lies sich in Pune nieder und unterichtete dort, bis zu seinem Tod unter dem Namen Iyengar-Yoga.

  • Srimati Indra Devi (1899 – 2002), die als eine der ersten Yoga in die U.S.A. brachte. Berümtheiten wie Greta Garbo und Elizabeth Arden zählten zu ihren Schülerinnen. Später gründete sie ein Yoga-Zentrum in Argentinien.

  • Jean Klein (1912 – 1998), er suchte als einer der ersten Europäer Krishnamacharya auf, um Yoga von ihm zu lernen. Jean Klein wurde neben seiner Yogalehre vor allem für seine Darlegungen der Advaita-Philosophie bekannt.